Die Tricks der Profis: Startposition

Beim Verlegen greift man am besten auf bewährte Methoden und Tricks zurück. Benötigt werden, neben Fliesen und dem richtigen Fliesenkleber, eine Fluchtschnur, ein großer rechter Winkel und für die Wandarbeiten Wasserwaage oder ein Lot. Nun fehlt noch der Wille zu Sorgfalt und Genauigkeit – was die weitere Arbeit enorm vereinfacht – und schon kann es losgehen.

Bodenverlegung gerade

Zunächst Linien aufzeichnen, parallel zur längsten Wand, im Abstand einer Fliesenreihe plus Dehnungsfuge (ca. 1 cm). Die 1. Reihe lose auslegen, um Abweichungen im Farbverlauf korrigieren zu können. Die zweite Linie wie abgebildet rechtwinklig zur ersten Linie ziehen.

 

Eine weitere Möglichkeit ist das Aufzeichnen der Bezugslinie mittels Schlagschnur. In dem Fall wird eine straff gespannte Schnur mit Kreide eingerieben. Um eine Markierung zu erzeugen, lässt man diese nun gegen den Untergrund schnellen.

 

Fliesen entlang der zweiten Linie auslegen. Bei Abweichungen im Wandverlauf kann notfalls Reihe 1 verschoben werden, um kleine Teilstücke zu vermeiden.

 

Klebemörtel für beide Reihen auftragen und Fliesen einlegen. Danach Kleber abschnittsweise auftragen und aus dem Raum heraus arbeiten.

Bodenverlegung diagonal

Den Raummittelpunkt aus Symmetriegründen durch zwei Diagonalen bestimmen: Linie 1 parallel zur langen Wand durch den Mittelpunkt. Linie 2 rechtwinklig zu Linie 1 ebenfalls durch den Mittelpunkt.

 

Fliesen von der Mitte aus exakt lose auf Linie 1 und 2 auslegen, soweit ganze Platten gelegt werden können. Fugenabstand beachten. Diagonale Verlegelinie anzeichnen und mit weiteren Fliesen und Fliesenkreuzen auslegen. Wenn alles passt, einen Anfangspunkt mit Klebeband markieren und Fliesen einsammeln.

 

Klebemörtel für die erste Fliesenreihe auftragen und Fliesen einlegen. Dann erfolgt die weitere Verlegung in der entgegengesetzten Richtung. Schnittfliesen im Randbereich erst nach der Trocknung des Klebers verlegen.

Wandverlegung

Waagerechte Linie ziehen in 1 m Höhe. Alle bauüblichen Maße sind auf den sogenannten "Meterriss" abgestimmt. Dies sorgt für eine ausgewogene Fliesenaufteilung. Auf dieser Linie die Einteilung der Fliesen festlegen und im Randbereich markieren. An dieser Stelle ein Lot fällen und senkrechte Linie anzeichnen.

 

Zunächst oberhalb der waagerechten Linie Kleber auftragen. Ab der zweiten Reihe jeweils zunächst links und rechts eine Fliese setzen und als Orientierung Fliesenecken und Richtschnur setzen. Zuerst oberhalb fertig verlegen, dann unterhalb der Anfangslinie fortfahren.

Aus optischen Gründen kann es sinnvoll sein, andere markante Orientierungspunkte, wie z.B. Oberkante Badewanne, Vorwandinstallationswände, Duschtassen, etc., als Grundlinie zu übernehmen, um so mit einer ganzen Fliese beginnen zu können.

Ein praktisches Hilfsmittel zur Konstruktion eines rechten Winkels als Vorraussetzung für eine exakte Fliesenverlegung ist das abgebildete Winkelstück.




Der Profi-Tipp von Ceresit. Ein kleiner großer Helfer

Steffen Witzleben,Entwicklung zementäre Systeme:

Ein praktisches Hilfsmittel zur Konstruktion eines rechten Winkels als Vorraussetzung für eine exakte Fliesenverlegung ist das abgebildete Winkelstück. Die Schenkellänge bestimmen Sie selbst durch den Kauf handelsüblicher Richtlatten, die einfach in das Winkelstück eingeschoben werden. Die Anwendung: Sie legen einen Winkelschenkel auf die erste angezeichnete Linie, der gewünschte rechteWinkel wird nun mittels des zweiten Winkelschenkels (90°) angezeigt. Einfacher geht es nicht. Der Profi-Tipp von Ceresit. Ein kleiner großer Helfer